„Für eine noch sicherere Südstadt“

Kontaktbeamter Torsten Schiele ist für die Bürger da

Wenn Torsten Schiele sich auf seinen Rundgang durch die Südstadt aufmacht, dann zieht er die Blicke auf sich. Und das liegt nicht nur daran, dass er fast zwei Meter groß ist, sondern auch daran, dass er eine autoritär wirkende Polizeiuniform trägt. Als „Polizist zum Anfassen und als Bindeglied zur Bevölkerung“ bezeichnet Schiele sich selber. Seit dem Jahreswechsel 2004/2005 ist er als Kontaktbeamter in der Südstadt unterwegs und somit hautnah dran am Geschehen in der Bevölkerung. Gemeinsam mit drei Kollegen kümmert er sich um die Sorgen und Belange der rund 40 000 Einwohner im Stadtviertel und hat dabei stets ein offenes Ohr. „Ich war 16 Jahre lang als Polizeikommissar beim Einsatz- und Streifendienst in Kleefeld und im Roderbruch unterwegs, bevor ich mich als Kontaktbeamter in der Südstadt beworben habe“, erzählt Schiele. Eine vergleichsweise ruhige und besser vorhersehbare Arbeit als der Dienst auf der Straße.

Nach Dienstantritt auf dem Revier in der Albert-Nie-mann-Straße macht er sich in Begleitung seiner Kollegen auf, um den Kindern den Weg zur Schule sicherer zu gestalten. „Wir haben hier im Stadtteil allein vier Grundschulen, dazu zahlreiche weiterführende Schulen“, so Schiele. Da sei die Schulwegsicherung ein täglicher Belang. Auch Präventionsarbeit an Schulen und in Kindergärten fällt in sein Aufgabengebiet. „In den Schulen bieten wir regelmäßig Veranstaltungen zur Verkehrserziehung an“, sagt der Polizist. Gerade kommt er von einer Überprüfung der Fahrräder. „Die Elsa-Brändström-Schule ist eine der wenigen Schulen, die die Verkehrssicherheit von Fahrrädern auch noch bei Sechstklässlern überprüfen lässt“, lobt Torsten Schiele. Große Bedeutung misst er dem Tragen eines Fahrradhelms bei. „Es gibt für alles Prothesen. Nicht aber für unsere Schaltzentrale, das Gehirn“, erklärt der Experte. Das versucht er auch, seinen Schützlingen bei den regelmäßigen Präventionstagen in der Schule einzuschärfen. Ebenso Eltern sollten ihren Kindern mit gutem Vorbild vorangehen und einen Fahrradhelm tragen.

Neben der Präventionsarbeit mit Kindern zählt die mit Senioren zu seinen Aufgabenbereichen. Zu Themen wie Einbruchsschutz, Enkeltrick, Schutz vor Kriminalität im Alltag, Gefahren am Telefon und an der Haustür gibt er regelmäßig Tipps und bereitet Informationsveranstaltungen in Senioreneinrichtungen vor. Auch bei den Bezirksratssitzungen ist er mit dabei und bekommt so mit, was die Kommunalpolitik umtreibt. „Auf kleiner Ebene bewirken die Kommunalpolitiker eine Menge. Und das alles ehrenamtlich“, lobt der Polizeibeamte.

„Im Großen und Ganzen ist die Südstadt aber ein ‚Rosa-rot‘-Stadtteil. Wirkliche gefährliche und dunkle Ecken gibt es hier nicht“, findet der Kontaktbeamte. Ein lange gewachsener Stadtteil, der für eine Großstadt schon immer eine ruhige Wohngegend war. „Die Mischung ist bunt. Alteingesessene Südstadtbewohner, dazu viele junge Familien mit Kindern“, erzählt Schiele. Viele Spielplätze, viel Grün und die Nähe zum Maschsee machen die Südstadt nach wie vor und immer mehr zu einer beliebten Wohngegend.