Fuat Yakup und seine Handbäckerei sind eine Institution

Cleo ist die Freude schon von Weitem anzusehen. Die 18 Monate alte Hannoveranerin befindet sich auf dem Weg zu ihrem Bäcker um die Ecke. Ihre Mutter, Mona Berg-Müller, legt fast jeden Morgen auf dem Weg zum Kindergarten bei dem Handbäcker an der Lutherstraße eine kleine Pause ein. „Ich bin hier Stammkundin und das hat auch einen Grund“, freut sich die Studentin über eine besondere Adresse in der Südstadt.

Es sind nicht nur die leckeren Brötchen, Brote und Kuchen, die eine echte Verlockung bedeuten. „Das hier ist keine Kette, sondern hier wird noch mit der Hand gebacken. Wir möchten uns mit guten Lebensmitteln ernähren und außerdem den Einzelhandel unterstützen. Das ist uns sehr wichtig und der Kuchen ist außerdem extrem köstlich“, berichtet sie. Ein weiterer Grund ist die Freundlichkeit des Inhabers, Fuat Yakup, und seines Teams. Fast jeder hier kennt die Szenerie am Sonnabendmorgen in der Lutherstraße, wenn sich eine lange Schlange wartender Kunden vor den Türen des kleinen Bäckerladens bildet. Und die gute Laune des Inhabers wirkt ansteckend. Während die Wartenden den Duft von Kaffee und frischen Backwaren schnuppern, entstehen häufig spontane und fröhliche Gespräche.

Sobald Fuat Yakup unter den Wartenden Kinder entdeckt, winkt er sie zu sich und zeigt ihnen seine kleine Backstube. „Die Kinder sehen, wie dort die Brötchen, Brote und Kuchen entstehen, und die Zeit vergeht auch ein wenig schneller“, erläutert der freundliche Bäcker, der auch immer zu einem kleinen Spaß aufgelegt ist, mit einem Augenzwinkern.

„Es hat mich sehr gefreut, als ein Anwohner einmal sagte, er müsse als Südstädter gar nicht in den Urlaub fahren, da er in unmittelbarer Nähe eines sehr guten Bäckers mit besten französischen Croissants, eines italienischen Restaurants und des Maschsees wohne.“

Fuat Yakup und seine Frau Claudia haben sich 2006 entschieden, eine Bäckerei zu eröffnen, als in der eigenen Familie Weizenunverträglichkeiten auftraten. „Es war damals gar nicht so einfach, die richtigen Backwaren zu finden, und wenn, dann gab es auch nicht so viel Auswahl“, erinnert sich der Bäcker an die Anfangszeit. Inzwischen ist seine Adresse für Vielfalt und Qualität bekannt. Sein Dinkelbutterstollen wurde von der Handwerkskammer Hannover sogar mit „Gold“ bewertet.

Vor dem Ladengeschäft gibt es auch genügend Sitzplätze, die bei einem Kaffee oder Tee und Kuchen zum Verweilen einladen. Café-Enthusiasten treffen sich dort aus einem Radius von rund zehn Kilometern. „Mit meinem Mann habe ich hier schon richtig schöne Kaffeepausen genossen. Auch wenn wir uns mitten in der Südstadt befinden, kann man hier in ruhiger Lage einkehren und bei einem heißen Getränk sowie selbst gebackenen Kuchen den Alltag für einen Augenblick vergessen“, freut sich Mona Berg-Müller über die feine Adresse.

Den Kunden ist anzusehen, dass sie gerne kommen. Sie freuen sich über die Waren wie auch über die Mitarbeiter. „Das Wichtigste ist hier die Freundlichkeit der Menschen, denn Fuat Yakup und seine Mitarbeiter haben immer für ein nettes, kurzes Gespräch oder einen kleinen Spaß mit unserer Tochter Zeit. Hier spürt man noch echte Herzlichkeit“, lächelt die Stammkundin, die von dem freundlichen Bäcker längst einen Kaffee, Kuchen und einen bequemen Platz auf der großen Schaukelbank erhalten hat.